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Außenansicht Gemeindesaal

Wer heute Crivitz nicht auf der Umgehungsstraße einfach nur streift, sondern durch die Stadt am Crivitzer See entlang fährt, dem wird am Ortsausgang gegenüber des Sees die stattliche Erhebung mit dem schönen Namen „Weinberg“ auffallen. Tatsächlich wurde an dieser Stelle vor über 200 Jahren mit Weinbau begonnen. Später befand sich hier ein beliebtes Ausflugsrestaurant und ein Kurhaus. Als im Jahr 1930 der Kurbetrieb aufgegeben wurde, begann in diesem Anwesen die Geschichte des heutigen christlichen Altenheimes „Elim“ und fast zeitgleich die der Gemeinde.

Die sich ursprünglich in privaten Wohnungen treffenden Christen fanden bald in den Räumen des Altenheims ihr Zuhause. Von ihrer geistlichen Prägung her war die freikirchliche Gemeinde eine Brüdergemeinde und gehörte seit 1937 zum Bund Freikirchlicher Christen. In der DDR konnte die Gemeinde im Rahmen der üblichen Einschränkungen und Bedrängnissen leben und wachsen. Es gab im Sommer regelmäßig Bibelwochen für Kinder und Senioren, zu Ostern eine Jugendkonferenz und zu Pfingsten eine Glaubens-Konferenz, die für die Nordgemeinden in der DDR eine nicht unwichtige Rolle spielten. Zudem gibt es in Crivitz die Arbeit des Blauen Kreuzes, die das Angebot einer Begegnungsgruppe für alkoholabhängige Menschen und deren Angehörige macht. Diese Arbeit wird seit 1984 von Mitgliedern der Gemeinde getan. Bis heute konnten diese Dinge fortgeführt werden.

Die Gemeinde gehört zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland und in diesem Rahmen zur „AGB“ (Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden) und hat den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Zurzeit hat die Gemeinde etwa 90 erwachsene Mitglieder. Außerdem prägen viele Kinder, Jugendliche und Freunde das Bild einer großen, fröhlichen und offenen Familie.

Die Bezeichnung Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde bedeutet:
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Innenansicht Gemeindesaal


Evangelisch
heißt, dass die Gute Nachricht von Jesus Christus im Mittelpunkt der Verkündigung und des Gemeindelebens steht. Die theologischen Wurzeln sind die gleichen wie bei allen evangelischen Kirchen und die Gemeindemitglieder wissen sich mit allen Christen verbunden.

Freikirchlich meint, dass die freie und persönliche Entscheidung jedes Einzelnen für den Glauben an Jesus Christus und ein verbindliches Leben in seiner Nachfolge ein besonderes Anliegen sind. Dem Staat gegenüber wird das Prinzip der Selbstfinanzierung und Selbstverwaltung vertreten.

Gemeinde ist die Gesamtheit aller Menschen, die an Jesus Christus als ihren Erlöser glauben. Sie findet ihre konkreten Formen in den einzelnen Gemeinden vor Ort. Und hier wollen die Christen in einer echten Beziehung mit Gott und ihren Nächsten leben.

Das Gemeindeleben zeigt sich ganz vielfältig. Von Frauen- und Männerfrühstückstreffen, Gebetstreffen und Hauskreisen über Angebote für Kinder und Jugendliche bis zu den regelmäßigen Gottesdiensten und dem gemeinsamen Mittagessen am 1. Sonntag im Monat gibt es eine breite Palette an regelmäßigen Veranstaltungen. Gemeinsame Ausflüge, Gemeindefeste und die Weihnachtsfeier sind einige Jahreshöhepunkte. Hier können sich Beziehungen entwickeln, Menschen ermutigt und der Glauben gestärkt werden. Durch alles, was die Gemeinde vor Ort und die Gläubigen in ihrem ganz persönlichen Umfeld leben, soll Jesus Christus als Herr der Gemeinde geehrt werden. Und durch dieses Leben will die Gemeinde Menschen zu einem befreienden Leben mit Jesus Christus einladen.