Zum Nachdenken (5)

Juli/August

Wenn ich in dieser herrlichen Frühsommerzeit mal mit offenen Augen in der Natur oder im Garten umher streife, fällt mir dazu nur eins ein:

„…wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele wohl.“ (Psalm 139,14) 

Wir staunen über das Wunderbare der Natur, können dort Kraft und Ruhe tanken und irgendwie tut es unserer Seele einfach gut. Aber warum ist das so? Diese Genialität, diese Kreativität, diese perfekte Ordnung, die wir in der Schöpfung erkennen, kann nicht Zufall sein. Durch Zufall entsteht nie Ordnung, sondern nur Chaos. Das kann jeder gerne mal in seinem Garten ausprobieren: Überlasst euren Garten mal ein Jahr dem Zufall und ihr werdet dort keine Ordnung sondern nur noch Chaos antreffen. Ähnlich verhält es sich mit jedem Haushalt: ohne eine ordnende Hand, herrscht dort nach kürzester Zeit nur noch das Chaos. Die Ordnung, die wir in der Schöpfung erkennen, lässt nur eine vernünftige Schlussfolgerung zu: Hier war und ist ein genialer Baumeister am Werk, der das alles geschaffen hat und damit eine nicht zu übersehende Spur seines Wesens und seiner Macht für uns hinterlassen hat! Im Blick auf die Schöpfung sagt die Bibel daher in Römer 1,20: 

„Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken der Schöpfung können wir seine göttliche Macht und seine Größe erkennen. Darum kann sich niemand entschuldigen, er habe von Gott nichts gewusst.“

– Die Schöpfung weist uns also auf den Schöpfer hin! Ich denke, deshalb sehnt sich unsere Seele nach der Natur, weil wir eigentlich den Kontakt zu unserem Schöpfer ersehnen! Diese Spuren sind nicht nur dazu da, dass wir darüber staunen, sie erforschen und diskutieren. Sie wollen uns einen Weg aufzeigen. Sie wollen uns zu dem Ziel führen, dass Gott für uns vorgesehen hat. Im Psalm 104 kommt der Schreiber daher am Ende zu dem Beschluss: „Herr, welch unermessliche Vielfalt zeigen deine Werke. Du hast alles weise geordnet… die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich… ich will singen dem Herrn mein Leben lang. Ich will nicht aufhören, ihn zu loben.“ Wenn wir auf Gottes Schöpfungsspur bleiben, kann uns das nur zu Dankbarkeit und Anbetung bringen. Wir wünschen euch also einen schönen Sommer mit einer gesegneten Spurensuche!